Home AfrikaEin etwas ungewöhnlicher Flug – und ein großes Lob an die easyJet-Crew

Ein etwas ungewöhnlicher Flug – und ein großes Lob an die easyJet-Crew

by Parsson
Manchmal sind es auf einer Reise nicht die großen Dinge, die einem besonders in Erinnerung bleiben, sondern Situationen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat. Auf unserem Flug mit easyJet hatten wir eine solche – und gerade deshalb möchte ich an dieser Stelle das Bordpersonal ausdrücklich loben. Wir saßen ziemlich weit hinten im Flugzeug, in der vorletzten Reihe. In der Reihe direkt hinter uns saß ein Passagier, der über längere Zeit immer wieder sehr laut sang oder betete. Was genau es war, konnten wir nicht beurteilen. Anfangs versuchten wir, es einfach zu ignorieren. Schließlich sitzt man in einem Flugzeug mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen, und ein bisschen gegenseitige Toleranz gehört für mich beim Reisen selbstverständlich dazu. Mit der Zeit wurde es allerdings zunehmend anstrengend. Der Mann war wirklich sehr laut und auch andere Passagiere in unserer Umgebung wirkten inzwischen sichtlich genervt. Der Punkt, an dem meine Geduld endgültig zu Ende war, kam jedoch erst etwas später: Zweimal machte der Passagier gegenüber seinem Sitznachbarn eine sehr deutliche Spuckgeste. Ob er tatsächlich spuckte oder es „nur“ bei der Geste blieb, konnte ich von meinem Platz aus nicht sicher erkennen. Respektlos wirkte es so oder so. Also sprach ich einen Flugbegleiter an und erklärte ihm die Situation. Mir ging es dabei gar nicht darum, einen großen Streit anzufangen. Ich fand einfach, dass hier eine Grenze überschritten war und wir als Passagiere dieses Verhalten nicht hinnehmen mussten. Und genau hier muss ich der easyJet-Crew ein großes Kompliment machen. Das Bordpersonal reagierte ausgesprochen ruhig und professionell. Keine unnötige Eskalation, keine große Szene. Stattdessen kümmerte sich die Crew um die Situation und konnte den Passagier schließlich dazu bewegen, wieder in den vorderen Teil des Flugzeugs zu gehen, wo sich offenbar auch sein ursprünglicher Sitzplatz befand. Bei uns war zwischenzeitlich sogar der Eindruck entstanden, dass er sich möglicherweise ganz bewusst nach hinten gesetzt hatte. Ob das tatsächlich so war und welche Absicht dahintersteckte, können wir natürlich nicht wissen. Umso besser fand ich es, dass die Crew nicht spekulierte, sondern sich schlicht um das konkrete Problem kümmerte. Was mich anschließend besonders überrascht hat: Das Bordpersonal entschuldigte sich gleich mehrfach bei uns für die unangenehme Situation und bot uns sogar kostenlose Getränke an. Eigentlich hätten sie sich überhaupt nicht entschuldigen müssen. Schließlich kann eine Airline nichts dafür, wie sich einzelne Passagiere benehmen. Entscheidend ist vielmehr, wie die Mitarbeiter damit umgehen – und genau das fand ich in diesem Fall bemerkenswert. Wir fühlten uns mit unserem Anliegen ernst genommen, die Crew blieb freundlich und souverän und löste die Situation, ohne daraus mehr Drama zu machen als nötig. Von easyJet wird wahrscheinlich kaum jemand Luxus in 10.000 Metern Höhe erwarten. Aber Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und eine Crew, die da ist, wenn tatsächlich einmal etwas passiert? Das zählt für mich wesentlich mehr. Und genau dafür gibt es von uns ein wirklich großes Lob an die easyJet-Crew dieses Fluges.

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